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aus dem Unterricht von Johann Moser: Realtime Processing und Mathematik
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Über dieses Projekt

Eine Sammlung/Dokumentation meiner Arbeiten aus dem Unterricht in Mathematik an der BHAK Freistadt, sowie Realtime Processing (Max/Msp/Jitter) an der Kunst-UNI Linz. Die Unterlagen sind teilweise vor Jahren entstanden und werden laufend ergänzt, aktualisiert bzw. überarbeitet.

Ich freue mich auf Kommentare, Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Wenn Ihnen Unterlagen brauchbar erscheinen, verwenden Sie diese und setzen Sie einen Link auf das entsprechende Kapitel!

Auf http://jomo.org gebe ich Einblick in meinen Unterricht in Mathematik und Realtime Processing. Zahlreiche Unterlagen und vor allem meine Erklärungen stelle ich zur Verfügung.

Den Schwerpunkt meiner Unterrichtsunterlagen bildet die Mathematik. Als Mathematik-Lehrer an einer Handelsakademie (1987 – 2021) wurde ich in mehrfacher Hinsicht konfrontiert bzw. gefordert und angeregt:

  • Themen der Wirtschaftsmathematik (Finanzmathematik, Kosten- und Preistheorie, Portfolio-Theorie, Investitionsrechnung, Konjunkturmodelle) haben der Mathematik einen stärken Anwendungsbezug gegeben als das an allgemeinbildenden Schulen üblich ist.
  • Die intensive Ausbildung der Schüler/innen an Handelsakademien im Einsatz moderner EDV (bereits in den 1980ern) hat mich frühzeitig mit der Computerwelt konfrontiert. Ich habe 1988 begonnen, die verschiedenen Aspekte der computergestützten Arbeit kennen zu lernen: Desktop-Publishing, Programmieren (Mathematik), Datenbank-Programmierung und seit 1989 Email, Internet und Internetdatenbankprogrammierung. Als Künstler arbeite ich zusätzlich in den Bereichen Audio-, Bild- und Videobarbeitung, Multimedia-Autorensysteme und algorithmischer audiovisueller Komposition.
  • Die Arbeitsgemeinschaft der Mathematiklehrer/innen an Handelsakademien in Oberösterreich hat sich unter der Leitung von Mag. Michael Reiter (BHAK Schärding) seit 1989 mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung der Einsatz von PC und leistungsfähigen Taschenrechnern für den Unterricht hat. Der Slogan „Vom Kopfrechnen zum Knopfrechnen“ impliziert, dass der Technologie-Einsatz die Fragestellungen beeinflusst. Das ist immer noch nicht allen Mathematik-Lehrer/innen verständlich, vielleicht einfach nur deshalb, weil die Umstellung des Unterrichts Vorbereitungszeit kostet, neue Kompetenzen erworben werden müssen und in der Umstellungsphase Unsicherheiten auftreten.

Meine Mathematik-Unterlagen stelle ich seit etwa 1995 auf Webseiten zur Verfügung. Mein Internet-Auftritt wurde mehrfach der Entwicklung des Internets angepasst, die Inhalte habe ich immer wieder überarbeitet. Schwerpunktthemen sind jene Themen, die im klassischen Mathematik-Unterricht zu kurz kommen oder fehlen. Auf einzelne Kapitel möchte ich extra hinweisen: Lernen, Lineare Funktionen, Komplexe Zahlen, Matrizen, Logarithmus, Differentialrechnung.

Besonders erwähnenswert finde ich die interaktiven Modelle mit Geogebra, die ich in den letzten Jahren erarbeitet habe. Damit kann man Vorgänge visualisieren und experimentell das Verständnis mathematischer Zusammenhänge fördern. Zur Zeit findet man solche Modelle in den Kapiteln Differential- und Integralrechnung.

Unterricht mit Tablet und OneNote

Inzwischen (seit 2014) verwende ich im Unterricht ein (eher hochpreisiges) Surface-Tablet mit pixelgenauem Eingabestift und schreibe meinen Unterricht in OneNote. Meine Unterrichtsunterlagen sind für meine Schüler/innen während ihrer gesamten Schulzeit online verfügbar. Ich stehe nicht mehr an der Tafel, sondern sitze am Tisch bzw. stehe am Stehpult bzw. sitze bei Schüler/innen oder Gruppen und meine Mitschrift wird mit einem Beamer (drahtlos) übertragen. Das gibt neue Möglichkeiten der Kommunikations-Situation in den Klassen. Die Schüler/innen haben bei mir derzeit noch kein Tablet, stellen aber ihre Haus-/Übungen als Foto mit ihrem Smartphone in ihren Platz in unseren OneNote-Büchern. Das bereitet manchen der digital natives noch erstaunliche Schwierigkeiten, zeigt aber vielleicht, dass Lernen abseits der gewohnten Pfade auch Unsicherheit bereiten kann.

Die Unterrichtsarbeit mit Tablet und OneNote ist der Hauptgrund dafür, dass seit Jahren keine neuen Unterlagen mehr hier online gehen. Meine Schüler/innen haben meine Unterlagen online zur Verfügung. Ein anderer Grund ist, dass der Spielraum für Lehrkräfte, neue Themen einzubringen oder einzelne Themen speziell zu vertiefen aufgrund der Zentralmatura nicht mehr vorhanden ist. Abgesehen davon stehen inzwischen eine Menge Lernvideos zur Verfügung.

Nachtrag im Frühjahr 2021

Der remote-Unterricht in der Covid-Phase und der Schichtbetrieb mit gleichzeitig einer Präsenzgruppe und einer Homeschooling-Gruppe hat mit Tablet und Notenote fast ganz normal funktioniert. Ich habe meinen Unterricht am Tablet geschrieben, meine SchülerInnen haben den Unterricht nicht per Beamer in der Klasse, sondern am PC daheim mitgemacht und dann und wann ihre Fragen gestellt bzw. meine Rechenfehler korrigiert. Die direkte Kommunikation hat natürlich gefehlt, weil ich als erfahrener Lehrer ja an den Gesichtern sehe, ob meine Erklärungen verstanden werden.