{"id":184,"date":"2006-12-19T18:10:18","date_gmt":"2006-12-19T17:10:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jomo.org\/?p=184"},"modified":"2010-05-06T17:31:32","modified_gmt":"2010-05-06T16:31:32","slug":"okosoziale-kommunalsteuernwassertarife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jomo.org\/index.php\/okosoziale-kommunalsteuernwassertarife","title":{"rendered":"\u00d6kosoziale Kommunalsteuern und Tarife"},"content":{"rendered":"<p>Text gek\u00fcrzt aus: KS\u00d6 Nr. 16\/1996<\/p>\n<div>\n<p><em>Andreas Novy, Johannes J\u00e4ger und Joachim Becker vom Institut f\u00fcr Raumplanung und Regionalentwicklung der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien stellen ein Modell f\u00fcr kommunale Verbrauchssteuern f\u00fcr Wasser- und Fl\u00e4chenverbrauch vor.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr Politikerlnnen scheint an Steuern und Geb\u00fchren oft einzig der fiskalische Aspekt, sprich: &#8222;Wieviel kommt mit der Steuer in die Staatskasse&#8220;, interessant. Dass man mit Steuern und Geb\u00fchren auch steuern kann, hat sich bisher kaum durchgesprochen. Kommunalsteuern und Geb\u00fchren werden daher faktisch nicht als politische Instrumente zur Steuerung st\u00e4dtischer Entwicklungen eingesetzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Umweltpolitisch bedenklich ist, dass der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Verbrauch von Ressourcen nicht st\u00e4rker belastet wird als der Verbrauch, der lebensnotwendig ist. Sozialpolitisch besonders negativ ist die regressive Belastungsstruktur vieler Steuern und Geb\u00fchren. Diese belasten oft alle gleich, unabh\u00e4ngig von ihrem Einkommen. Die hier vorgeschlagenen Modelle zeigen M\u00f6glichkeiten, der gegenw\u00e4rtigen Tendenz der Umverteilung nach oben durch Steuern und Geb\u00fchren entgegenzuwirken.<\/em><\/p>\n<p><em>Es kann mit wenigen staatlichen Eingriffen das Handeln der privaten Akteurlnnen massiv in Richtung eines \u00f6kologischen und sozialen Wandels beeinflusst werden. Die Modelle f\u00fcr Steuern und Geb\u00fchren, die hier \u00fcberblicksartig vorgestellt werden eignen sich hervorragend, um \u00f6kologische und soziale Ziele zu erreichen.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr Wien hei\u00dft dies konkret, dass statt dem derzeit verbrauchsunabh\u00e4ngigen Betrag von 36,20 \u00f6S pro Kubikmeter ein erm\u00e4\u00dfigter Grundtarif von 25 \u00f6S pro Kubikmeter (bis zu 40 Kubikmeter Wasserverbrauch pro Jahr &#8211; dies kann bei sparsamem Umgang mit Wasser ohne Komfortverzicht erreicht werden) und ein stark progressiver Tarif von 50 bis zu 100 \u00f6S f\u00fcr alle Mehrverbraucher vorgeschlagen wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"margin: 0px;\" align=\"left\"><img decoding=\"async\" style=\"max-width: 100%; margin-bottom: 5px;\" src=\"http:\/\/jomo.org\/edu\/grafiken\/80.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em>Tabelle: lineares und progressives Tarifmodell<\/em><\/p>\n<p><strong>Aufgaben<\/strong><\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Zeichne beide Tariffunktionen in ein Koordinatensystem (Wertetabelle) und diskutiere die Unterschiede! Vergleiche deine Ergebnisse mit dem vorliegenden Text!<\/li>\n<li>Ermittle den Term der quadratischen \u00f6kosozialen Wasser-Tariffunktion!<\/li>\n<li>Erstelle eine Formel und eine Tabelle f\u00fcr die <em>Grenztarife<\/em>, das jene Tarife, die f\u00fcr die entsprechende Menge gestaffelt jeweils zu zahlen sind. (Hinweis: auf diese Weise kannst du ein Tarifmodell mit kleineren Spr\u00fcngen entwickeln!)<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text gek\u00fcrzt aus: KS\u00d6 Nr. 16\/1996 Andreas Novy, Johannes J\u00e4ger und Joachim Becker vom Institut f\u00fcr Raumplanung und Regionalentwicklung der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien stellen ein Modell f\u00fcr kommunale Verbrauchssteuern f\u00fcr Wasser- und Fl\u00e4chenverbrauch vor. F\u00fcr Politikerlnnen scheint an Steuern und Geb\u00fchren oft einzig der fiskalische Aspekt, sprich: &#8222;Wieviel kommt mit der Steuer in die Staatskasse&#8220;, interessant. 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