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	<title>jomo.org &#187; Mathematik lernen</title>
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	<description>aus dem Unterricht von Johann Moser: Mathematik, Webdesign und Realtime Processing</description>
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		<title>Zur Theorie der Unbildung</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 14:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammenfassung eines Vortrags von Konrad Paul Lissmann, Kulturpublizist und Philosophieprofessor (Uni Wien).
Lissmann referierte über Vorstellungen von Bildung und Qualitätsmanagement. Zu seinem aktuellen Thema Theorie der Unbildung ist kürzlich ein gleichnamiges Buch erschienen.
In drei Schritten erklärt Lissmann die problematische Entwicklung des Bildungsbegriffes: Am Beginn der klassischen Bildungsidee steht Wilhelm von Humboldt mit seinem Buch Theorie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammenfassung eines Vortrags von Konrad Paul Lissmann, Kulturpublizist und Philosophieprofessor (Uni Wien).</p>
<div>Lissmann referierte über Vorstellungen von Bildung und Qualitätsmanagement. Zu seinem aktuellen Thema Theorie der Unbildung ist kürzlich ein gleichnamiges Buch erschienen.</p>
<p>In drei Schritten erklärt Lissmann die problematische Entwicklung des Bildungsbegriffes: Am Beginn der klassischen Bildungsidee steht Wilhelm von Humboldt mit seinem Buch <em>Theorie der Bildung</em>. Wilhelm von Humboldt (1767 -1835) verhilft der Bildung als Grundbegriff der deutschsprachigen Pädagogik zum entscheidenden Durchbruch: Unabhängig von seiner Herkunft hat jede Person Begabungen, die sie entfalten können soll. Da wir Gemeinschaftswesen sind, sind wir auf Kommunikation angewiesen und müssen sprachliche, kulturelle und Verstehens-Kompetenzen erwerben. Weiters ist der Mensch ein tätiges Wesen, das etwas machen, hervorbringen will – das bedingt technische und ökonomische Kompetenzen. Zweck der Bildung ist laut Humboldt die Persönlichkeits- und Charakterbildung. Bildung soll dazu dienen, sich ein Bild machen zu können, ein Bild von sich selbst, wer wir sind und ein Bild von der Welt, in der wir leben. Wer wir wirklich sind erfahren wir in Reflexion über unser Leben, über das was wir tun und was wir aus unseren Vorgaben machen.</p>
<p>1959 reflektiert der deutsche Philosoph Wolfgang Theodor Adorno in seiner Schrift <em>Theorie der Halbbildung</em> das moderne Bildungssystem. Er betont die Notwendigkeit von Muße für den Bildungsprozess anstelle der Unterordnung der Bildung unter ökonomische Ziele, Erwartungs- und Zeitdruck: Schule war eigentlich in ihrer ursprünglichen Bedeutung ein Ort der Muße (!), der Ort, an dem man sich nach der Arbeit ausgeruht hat, an dem man Zeit hatte für Erkenntnis und Gestaltung. Adorno betont, dass die wesentlichen Erkenntnisse und die Erfolge unserer Zivilisation auf diese Muße zurück geht und nicht auf die Arbeit unter Zeitdruck und Erfolgszwang. Die großartigen Erfindungen und Entdeckungen konnten gemacht werden, weil sich Menschen ihr ganzes Leben mit bestimmten Fragen beschäftigen konnten, von denen man vorher gar nicht gewusst hat, dass sie einmal eine Bedeutung haben werden (Albert Einstein!). Adorno nennt uns daher halbgebildet, weil wir diese Muße nicht mehr haben und daher nicht mehr wirklich gebildet sein können.</p>
<p>Konrad Paul Lissmann nennt sein aktuelles Buch nun mit einem gewissen Sarkasmus <em>Theorie der Unbildung</em>: Obwohl wir mehr wissen, bleiben wir dennoch ungebildet, weil das Wissen nicht Bildung als Ziel hat, sondern dem Wettbewerb und der kurzfristig denkenden Ökonomie unterworfen ist: wichtig ist, was gesellschaftlich und ökonomisch als Wissen wichtig erscheint. Was unmittelbar nützt, kann sich allerdings sehr rasch ändern. Lissmann zitiert dazu ein bekanntes Beispiel: Während noch im Jahr 2000 vom damaligen Finanzminister der Bereich Orientalistik an der UNI Wien als entbehrlich bezeichnet wurde, wurde nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 rasch klar, dass es zuwenig ausgebildete Orientalisten gibt, dass das, was an der Orientalistik passiert, heute verdammt wichtig ist: die Auseinandersetzung mit einer anderen Sprache, Kultur und Religion, wie diese Menschen denken, was sie als wichtig erachten und (historisch) erachtet haben. Und weil das zu unserer eigenen Selbsterkenntnis (im Sinne Humboldts) beitragen kann.</p>
<p>In der anschließenden Diskussion ging es auch um die heutigen Möglichkeiten von Unterricht und Schule – im Publikum befanden sich hauptsächlich Lehrerinnen und Lehrer: In der Schule sollen Schüler/innen kompromisslos sprechen und denken lernen, da sind die Schüler/innen aus dem Zwang des Alltags eigentlich herausgenommen. Kritisch äußert sich Lissmann auch zu den Schulrankings und den derzeitigen Qualitätsaktivitäten: hier werden vielmals falsche Prioritäten gesetzt, wertvolle Energie wird falsch eingesetzt. Nachzulesen im lebenswerten Buch von Konrad Paul Lissmann.</p>
<p>Faszinierend auch die Sprachbeherrschung des Vortragenden, sein lebendiger Vortrag und sein humorvoller Umgang mit einem komplexen Thema. Alles in allem ein erfrischender und ermutigender Abend zum Thema Bildung und Bildungsqualität!</p></div>
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		<title>Betreutes Üben &#8211; betreutes Lernen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2007 14:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Klassisches Lernen findet zumeist immer noch (nur) zweistufig statt: In der Schule wird von der Lehrkraft ein Thema erklärt und dann gibt es die Hausübung. Schüler/innen, die leicht lernen, benötigen nur wenig Hausübung, Schüler/innen, die sich schwerer tun, kommen mit der Hausübung alleine nicht so gut zurecht. Oft wird die Hausübung nur abgeschrieben, das Lernen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klassisches Lernen findet zumeist immer noch (nur) zweistufig statt: In der Schule wird von der Lehrkraft ein Thema erklärt und dann gibt es die Hausübung. Schüler/innen, die leicht lernen, benötigen nur wenig Hausübung, Schüler/innen, die sich schwerer tun, kommen mit der Hausübung alleine nicht so gut zurecht. Oft wird die Hausübung nur abgeschrieben, das Lernen durch Üben hat einen großen Unlustfaktor, weil es zudem zur Freizeit in Konkurrenzverhältnis steht und auch meist alleine geübt wird.</p>
<div>Als Ausweg mache ich gute Erfahrung mit <em>betreutem Üben bzw. betreutem Lernen</em>: Als Zwischenphase gibt es ausführliche Übungsphasen während der Unterrichtsstunden, die Schüler/innen organisieren sich selber in kleinen Gruppen und setzen sich selbständig mit den Aufgaben auseinander. Das führt zu erhöhter Lernaktivität, zu Diskussion und Argumentation. Zugleich kann ich als Lehrer im Problemfall helfen und ich kann die Schüler/innen in ihrer Arbeit beobachten und ihren Wissensstand, ihr Engagement, ihre Lösungskapazität, etc. gut einschätzen.</p>
<p>Erst nach einer ersten Übungsphase (ein bis zwei Unterrichtsstunden) vergleichen wir gemeinsam Lösungen, Lösungswege und besprechen Probleme in der Auffassung von Aufgaben und Themen, bündeln das erarbeitete Wissen, die Fertigkeiten und schaffen es, dass alle die richtigen Lösungswege in ihren Mitschriften haben.</p>
<p>Dieses betreute gemeinsame Üben hat noch den Vorteil, dass Schüler/innen ihr <em>eigenes Lern-Tempo</em> einschlagen können (wenn schlechtere Schüler/innen gemeinsam arbeiten) oder dass langsamere oder schlechtere Schüler/innen von besseren profitieren. Homogene Gruppen mit guten Schüler/innen können die Aufgaben schneller lösen und zu anspruchsvolleren Aufgaben vordringen und erfahren auf diese Weise eine Art von Begabtenförderung.</p>
<p>Bei Bedarf kann ich mich als Lehrkraft einer einzelnen Gruppe etwas länger widmen und lernschwachen Schüler/innen noch einmal erklären, lernfreudigen Schüler/innen spezielle Anreegungen geben. Lernschwachen Schüler/innen empfehle ich, die gemeinsam gelösten Übungen zu Hause noch einmal allein zu lösen, auf Korrektheit und eventuell auch auf die benötigte Zeit zu achten.</p>
<p>Das betreute Üben sorgt meist für heitere und positive Lernstimmung &#8211; auch unmittelbar vor Schularbeiten. Dass allerdings auch auf diesem Wege nicht alle Schüler/innen eine entsprechende Lernbereitschaft zeigen, nehme ich zur Kenntnis, dafür gibt es viele zumeist persönliche Gründe, die nicht unbedingt am Unterricht und in der Schule zu finden sind. Der überwiegende Teil der Schüler/innen profitiert auf jeden Fall, und zwar interessanterweise auf allen Lern-Niveaus.</p>
<p>Das betreute Üben und Lernen habe ich hier aus der Perspektive des Mathematik-Unterrichts beschrieben. Das läßt sich in allen anderen Fächern ebenso verwirklichen. In Fremdsprachen würde ich auch gemeinsame Vokabel- bzw. Grammatik-Lernphasen einführen (weil es in kleinen Gruppen einfach interessanter und abwechslungsreicher ist). Schüler-Referate bzw. Zusammenfassung von Sachgebieten könnten zumindest teilweise in der Unterrichtszeit erarbeitet werden und dadurch den Aktivitätspegel der Schüler/innen deutlich erhöhen.</p>
<p>Weniger halte ich dagegen von Unterrichtsformen, in denen sich Schüler/innen die Lerngebiete (Fächer) selber einteilen und fachfremde Lehrkräfte lediglich Aufsicht führen. Die zumindest in höheren Schulen nötige <em>Hilfestellung</em> (für Schwache) bzw. <em>Anregung</em> (für Leistungsstärkere) seitens der Lehrkraft und die entsprechende <em>Beobachtung der Leistungsniveaus</em> wird dadurch unnötig vernachlässigt und damit werden entsprechende <em>unterrichtsimmanente</em> Förder-Chancen vergeben.</p>
<p>Das betreute Üben und Lernen gibt der von Theodor W. Adorno bzw. Konrad Paul Lissmann geforderten Muße in der Bildung ihrem Raum &#8211; siehe: <a href="../edu/edu.asp?typ=Mathematik&amp;artikel=66" target="_blank">Zur Theorie der Unbildung</a> &#8211; da die individuell nötige Lernzeit Berücksichtigung findet.</div>
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		<title>Auszüge aus den Lehrplänen</title>
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		<pubDate>Thu, 24 May 2007 14:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Bildungszielen der österreichischen Lehrpläne werden seit Jahren unter anderem unten angegebene Fähigkeiten von Schüler/innen nach erfolgreichem Unterricht erwartet. Der Unterricht hat sich stärker als bisher danach zu richten.
Schüler/innen sollen
# Schlüsselqualifikationen entwickeln, wie zum logischen, kreativen und vernetzten Denken, aber auch zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbständig und im Team, sowie zum verantwortungsbewußten Entscheiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Bildungszielen der österreichischen Lehrpläne werden seit Jahren unter anderem unten angegebene Fähigkeiten von Schüler/innen nach erfolgreichem Unterricht erwartet. Der Unterricht hat sich stärker als bisher danach zu richten.</p>
<div>Schüler/innen sollen</p>
<p># Schlüsselqualifikationen entwickeln, wie zum logischen, kreativen und vernetzten Denken, aber auch zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbständig und im Team, sowie zum verantwortungsbewußten Entscheiden und Handeln unter Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte imstande sein,</p>
<p># das Erlernte bei der Lösung von neuen Aufgaben anwenden können,</p>
<p># Die Auswahl des Lehrstoffes bzw. die Einbeziehung anderer Bildungsinhalte ist eine der verantwortungsvollsten Aufgaben des Lehrers. Dabei werden im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe folgende Kriterien im Vordergrund stehen:<br />
* die Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis,<br />
* die Aktualität,<br />
* die Verflechtung mit Erfahrungen und Interessen der Schüler,</p>
<p># Problemorientierte Aufgabenstellungen und handlungsorientierter Unterricht sollen den Schüler zum logischen, kreativen und vernetzten Denken, zum genauen und ausdauernden Arbeiten, selbständig und im Team, sowie zum verantwortungsbewußten Entscheiden und Handeln führen.</p>
<p># Neben der Einzelarbeit ist auch die Teamarbeit in den Unterricht einzubauen.</p>
<p>Taschenrechner und Computer sind im Unterricht einzusetzen. Die computerunterstützte Lösung von Aufgabenstellungen bietet die Möglichkeit, mathematische Modelle auch bei komplexeren Problemstellungen zu erarbeiten. Große Bedeutung kommt dabei der kritischen Beurteilung und Interpretation der erarbeiteten Ergebnisse zu.</p></div>
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		<title>Es wird zu viel gerechnet</title>
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		<pubDate>Wed, 23 May 2007 14:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mathematik lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgende Gedanken geben einen kleinen Einblick in mein pädagogisches Konzept als Mathematiklehrer.
Es wird zu viel gerechnet
&#8220;Es wird zu viel gerechnet und zu wenig interpretiert, dargestellt und begründet. Man muss mathematische Kurven nicht nur zeichnen, sondern auch lesen können. International wird seit Langem gefordert, die kommunikative Komponente der Mathematik zu forcieren. Pisa geht in diese Richtung.&#8221;
(Didaktikprofessor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgende Gedanken geben einen kleinen Einblick in mein pädagogisches Konzept als Mathematiklehrer.</p>
<div><strong>Es wird zu viel gerechnet</strong><br />
&#8220;Es wird zu viel gerechnet und zu wenig interpretiert, dargestellt und begründet. Man muss mathematische Kurven nicht nur zeichnen, sondern auch lesen können. International wird seit Langem gefordert, die kommunikative Komponente der Mathematik zu forcieren. Pisa geht in diese Richtung.&#8221;<br />
(Didaktikprofessor Werner Peschek von der Abteilung für Didaktik der Mathematik an der Uni Klagenfurt im Gespräch mit dem STANDARD: http://derstandard.at/?url=/?id=1885910)</p>
<p><strong>PISA &#8211; wenig kreativität</strong><br />
Die Schwächen der Schüler lägen vor allem dort, wo es gelte, anspruchsvollere Aufgaben zu lösen, sagte Haider &#8211; etwa wenn es um das &#8220;Verstehen komplexer Zusammenhänge&#8221;, um das &#8220;Interpretieren von Daten&#8221; und um das &#8220;Argumentieren und Schlüsse ziehen&#8221; gehe. Besonders schwer falle es ihnen, ein Problem unter verschiedenen Perspektiven zu betrachten, nach alternativen Lösungen zu suchen und triftige Argumente für Meinungen und Gegenmeinungen zu finden.<br />
(aus: PISA-Leiter Haider: Österreich ist Mittelmaß, derStandard.at, 24. November 2004)</p>
<p><strong>Verstehen, Modellieren und Analysieren von Zusammenhängen</strong><br />
Bereits 15 Jahre vor diesen Analysen haben ein paar Mathematik-Lehrer an Handelsakademien in Oberösterreich die Frage nach einem sinnvolleren Mathematik-Unterricht gestellt. Neben pädagogischen Analysen können auch neue Technologien &#8211; leistungsstarke Taschenrechner und PC &#8211; eine qualitative Veränderung des Unterrichts ermöglichen: nicht mehr das Durchrechnen mit Hilfe von vorgegebenen Formeln steht im Mittelpunkt des Unterrichts, sondern das Verstehen, Modellieren und Analysieren von Zusammenhängen. Die Möglichkeiten, welche Computer und leistungsstarke Taschenrechner bieten, werden zur Weiterentwicklung des Unterrichts genützt. Natürlich ist damit auch der weitgehende Verzicht auf manch &#8220;liebgewonnene&#8221; Algorithmen verbunden. Die Kulturtechniken haben sich verschoben &#8211; vom &#8220;Kopfrechnen&#8221; zum &#8220;Knopfrechnen&#8221;.</p>
<p><strong>Relevanz der Mathematik</strong><br />
Hinter den Kulissen unserer Kultur finden sich überall mathematische Konzepte. Der Unterricht soll diese Relevanz der Mathematik für gesellschaftlich und wirtschaftlich wichtige Bereiche erfahrbar machen. Ein Schwerpunkt der pädagogischen Betreuung von Mathematiklehrer/innen wird wohl das Verfügbarmachen bewältigbarer Anwendungen sein.</p>
<p><strong>Das vorliegende Projekt</strong><br />
Die allmählich erweiterten Webseiten dieses Projekts können einen kleinen Einblick in ein neues Unterrichtskonzept geben und sollen zugleich für alle Mathematiklehrer/innen &#8211; aber auch allen an angewandter Mathematik Interessierten &#8211; Unterlagen und Anregungen bereitstellen. Das vorliegende Web-Projekt ist nicht als Gesamtkonzept eines Mathematik-Unterrichts zu verstehen, sondern &#8211; zumindest vorläufig &#8211; eine &#8220;Lose-Blatt-Sammlung&#8221;, eine Dokumentation von mir verwendeter bzw. erstellter Unterlagen, soweit sie von der traditionellen Norm des Unterrichts abweichen.</p>
<p><strong>Warum ich kein Schulbuch verwende</strong><br />
Die Unterlagen sind unabhängig von der Wahl eines Schulbuches verwendbar, ebenso wird wohlüberlegt auf die Verwendung eines bestimmten Taschenrechners oder spezieller PC-Software verzichtet. Die Verwendung einer Tabellenkalkulation hingegen ist aus verschiedenen Gründen wünschenswert.</p>
<ul>
<li>Sie werden hier Hintergrundinformationen für Lehrer/innen finden,</li>
<li>andere Unterlagen dienen als Arbeitsblätter (die an eigene Bedürfnisse angepaßt und überarbeitet werden können),</li>
<li>darüber hinaus gibt es interaktive Seiten &#8211; Schüler/innen können direkt &#8220;am Netz&#8221; im Unterricht oder zu Hause Aufgaben bearbeiten und Analysen vornehmen.</li>
<li>Ich verwende im Unterricht seit Jahren kein Schulbuch mehr. Das hat zur Folge, dass ich viel konsequenter auf Anregungen, Fragen, Interessen von Schüler/innen eingehen kann. Diese Freiheit wünsche ich allen meinen Kolleg/innen. Der Unterricht erhält dadurch eine andere Dynamik &#8211; es ist nicht mehr egal, wer als Schüler/in in der Klasse sitzt. Klarerweise bleibt dabei der Lehrplan der Leitfaden für den Unterricht, die Zugänge zu den Themen können sich allerdings ändern.</li>
</ul>
<p><strong>Das Projekt bleibt unvollständig und exemplarisch</strong><br />
Eine didaktisch-methodische Bearbeitung einzelner Themen mit ausführlichen Kommentaren und das Reflektieren grundsätzlicher Fragen des Unterrichtens sind allerdings aus arbeitszeitlichen Gründen nicht möglich. Sollte einmal eine Schulbehörde erkennen, dass ich mit meinen öffentlichen Unterlagen und Arbeitsanleitungen weit mehr Schüler/innen und Student/innen erreiche als im üblichen Klassenunterricht und eine entsprechende Abgeltung für diese Arbeit vorsieht, kann ich meine Ansätze auch vervollständigen und ausführlicher kommentieren. Ich glaube aber nicht daran, dass es soweit kommen wird.</p>
<p>Übrigens: Der Autor übernimmt keine Gewähr auf Richtigkeit. Über Hinweise auf Fehler bin ich natürlich dankbar.</p></div>
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