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	<title>jomo.org &#187; Integralrechnung</title>
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	<description>aus dem Unterricht von Johann Moser: Mathematik, Webdesign und Realtime Processing</description>
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			<item>
		<title>Experimentelle Integralrechnung: Flächen</title>
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		<comments>http://www.jomo.org/index.php/experimentelle-integralrechnung-flachen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 17:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Integralrechnung]]></category>
		<category><![CDATA[experimentelle Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Flächenberechnung]]></category>
		<category><![CDATA[Geogebra]]></category>
		<category><![CDATA[Stammfunktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Thematische Voraussetzung ist die Differentialrechnung. Die Erinnerung an zwei Zusammenhänge halte ich hier für wesentlich:

Die y-Werte der ersten Ableitung einer Funktion f(x) repräsentieren die Tangentensteigungen dieser Funktion f(x) an den jeweiligen x-Werten.
Die Funktionsterme von f(x) und ihrer ersten Ableitung f&#8217;(x) hängen miteinander zusammen.

Flächenberechnungen
Wir experimentieren mit Flächenberechnungen und verwenden dazu Geogebra. Geogebra ist gratis, einfach zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thematische Voraussetzung ist die Differentialrechnung. Die Erinnerung an zwei Zusammenhänge halte ich hier für wesentlich:</p>
<ul>
<li>Die y-Werte der ersten Ableitung einer Funktion f(x) repräsentieren die Tangentensteigungen dieser Funktion f(x) an den jeweiligen x-Werten.</li>
<li>Die Funktionsterme von f(x) und ihrer ersten Ableitung f&#8217;(x) hängen miteinander zusammen.</li>
</ul>
<p><strong>Flächenberechnungen</strong></p>
<p>Wir experimentieren mit Flächenberechnungen und verwenden dazu <a title="geogebra.org" href="http://www.geogebra.org" target="_blank">Geogebra</a>. Geogebra ist gratis, einfach zu bedienen und hat eine unglaubliche Funktionalität, die den experimentellen Zugang zu Mathematik hervorragend unterstützt.</p>
<p><strong>Experiment 1</strong></p>
<p>Wir definieren eine Funktion f(x) = x und betrachten die Fläche zwischen x-Achse und Funktion zwischen x=0 und x=1. Geogebra berechnet und kennzeichnet diese Fläche mit dem Befehl INTEGRAL[f(x),0,1]. Das Ergebnis ist klarerweise 1*1/2 = 1/2, das halbe Quadrat 1*1.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-702" style="border: 1px solid black;" title="Flächen- und Integralrechnung" src="http://www.jomo.org/wp-content/uploads/2010/12/integral-11.png" alt="Flächen- und Integralrechnung" width="500" height="356" /></p>
<p>Die Fläche von x=0 bis x=2 &#8211; INTEGRAL[f(x),0,2] &#8211; ergibt 2*2/2 = 2.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-703" style="border: 1px solid black;" title="Flächen- und Integralrechnung" src="http://www.jomo.org/wp-content/uploads/2010/12/integral-2.png" alt="Flächen- und Integralrechnung" width="500" height="354" /></p>
<p>Für weitere Flächen ergibt sich aus der Formal x*x/2 bzw. x<sup>2</sup>/2 wiederum jeweils ein halbes Quadrat.</p>
<p>Es sei hier auf einen besonderen Zusammenhang hingewiesen: f(x) = x ist die Ableitung der Funktion F(x) = x<sup>2</sup>/2, und das ist die Flächenberechnungsformel für die Fläche zwischen f(x) und x-Achse. Wir werden mit Hilfe einer anderen (vorerst linearen) Funktion testen, ob dieser Zusammenhang zwischen Funktion und Flächenformel auch bei anderen Funktionen gilt.</p>
<p><strong>Experiment 2<br />
</strong></p>
<p>Berechnen wir die Flächen zwischen f(x) = 2x und x-Achse von Null weg. Als Formel für den Flächeninhalt erhalten wir A = 2x<sup>2</sup>/2 = x<sup>2</sup>. Von F(x) = x<sup>2</sup> ist f(x) = 2x die Ableitung. Dieser Zusammenhang ist bei allen linearen Funktionen festzustellen.</p>
<p>Wie bei der Differentialrechnung die Tangentensteigung an einer Stelle x als y-Wert aufgetragen wurde, trage ich hier den Flächeninhalt bis b an der Stelle x=b als y-Wert auf. Beachten Sie zuerst, was der y-Wert von P<sub>A</sub> bedeutet und verändern Sie den Schieberegler-Wert von b : Die Spur des Punkte P<sub>A</sub> zeigt den Funktionsverlauf von F(x).</p>
<p>Mit Doppelklick auf die Funktion f(x)=2x können Sie den Funktionsterm verändern. Als Kommazeichen verwenden Sie den Punkt!</p>
<p><applet name="ggbApplet" code="geogebra.GeoGebraApplet" codebase="http://www.jomo.org/geogebra/" archive="geogebra.jar" width="500" height="350"> 
<param name="filename" value="http://www.jomo.org/geogebra/integral_3b.ggb"> 
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<param name="showAlgebraInput" value="false"> 
Sorry, the GeoGebra Applet could not be started. Please make sure that Java 1.4.2 (or later) is installed and active in your browser (<a href="http://java.sun.com/getjava">Click here to install Java now</a>) 
</applet></p> 
 <p id="byGeogebra"><span style="float:right;padding-right:10px;">Erstellt mit <a href="http://www.geogebra.org/" target="_blank">GeoGebra</a></span> Spur: Flächeninhalt als y-Wert</p></p>
<p><strong>Verallgemeinerung</strong></p>
<p>Tatsächlich gilt dieser Zusammenhang auch für nicht-lineare Funktionen.</p>
<p>Zusammengefasst lässt sich folgendes sagen:</p>
<ol>
<li>Es ist möglich, die Fläche zwischen einer (nicht-linearen) Funktion f(x) und x-Achse zu berechnen. Die Formel für den Flächeninhalt hängt mit dem Term jener Funktion  F(x) zusammen, von der die Ableitung f(x) ist. Das ist ein bemerkenswerter Zusammenhang! Warum das so ist, wird in einem eigenen Beitrag geklärt.</li>
<li>Der Flächeninhalt kann in beliebigen Intervallen (a,b) berechnet werden. Der Flächeninhalt ist durch F(b) &#8211; F(a) bestimmt, wobei F(x) jene Funktion ist, von der f(x) die Ableitung ist. Achtung: Liegt im Intervall eine Nullstelle, muss der Flächeninhalt abschnittweise berechnet werden. Warum das so ist, wird in einem eigenen Beitrag geklärt.</li>
</ol>
<p>Bei Kenntnis von Ableitungen können die Flächeninhalte zwischen Ableitung F&#8217;(x)=f(x) und x-Achse manuell nachgerechnet werden.</p>
<p><strong>Beispiel</strong></p>
<p>Wir berechnen die Flächen zwischen f(x) = x<sup>2</sup> und x-Achse von x = 0 bis 1, 2, 3 bzw. von 1 bis 3 und überprüfen, ob auch der Zusammenhang zwischen Flächenformel und erster Ableitung besteht.</p>
<p>Nachdem f(x) = x<sup>2</sup> die Ableitung von F(x) = x<sup>3</sup>/3 ist (Gegenprobe: Ableitung bilden!) ergibt sich für die gesuchten Flächeninhalte:</p>
<p>(0,1): F(1) &#8211; F(0) = 1/3</p>
<p>(0,2): F(2) &#8211; F(0) = 8/3 = 2,67</p>
<p>(0,3): F(3) &#8211; F(0) = 27/3 = 9</p>
<p>(1,3): F(3) &#8211; F(1) = 27/3 &#8211; 1/3 = 26/3 = 8,67</p>
<p><applet name="ggbApplet"  code="geogebra.GeoGebraApplet" codebase="http://www.jomo.org/geogebra/"  archive="geogebra.jar" width="500" height="350"> 
<param name="filename" value="http://www.jomo.org/geogebra/integral_4.ggb"> 
<param name="framePossible"       value="false"> 
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<param name="showToolBar"         value="false"> 
<param name="showToolBarHelp"  value="false"> 
<param name="showAlgebraInput" value="false"> 
Sorry, the GeoGebra Applet could not be started. Please make sure that  Java 1.4.2 (or later) is installed and active in your browser (<a  href="http://java.sun.com/getjava">Click here to install Java  now</a>) 
</applet></p> 
 <p id="byGeogebra"><span  style="float:right;padding-right:10px;">Erstellt mit  <a href="http://www.geogebra.org/"  target="_blank">GeoGebra</a></span>Flächeninhalt zwischen f(x) = x<sup>2</sup> und x-Achse</p></p>
<p>Auf Integrationsmethoden wird hier vorläufig verzichtet. Erstens gibt es genug Darstellungen in den klassischen Lehrbüchern und zweitens heißt es im Lehrplan der Handelsakademien &#8220;Einführung in die Integralrechnung&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Uneigentliche Integrale und die Asymptote der Integralfunktion</title>
		<link>http://www.jomo.org/index.php/uneigentliche-integrale-und-die-asymptote-der-integralfunktion</link>
		<comments>http://www.jomo.org/index.php/uneigentliche-integrale-und-die-asymptote-der-integralfunktion#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 17:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Integralrechnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Uneigentliche Integrale sind bestimmte Integrale (Flächeninhalte), die auf einer Seite nicht begrenzt sind und trotzdem einen endlichen Flächeninhalt haben. Die Berechnung dieser uneigentlichen Integrale geschieht über die Grenzwert-Rechnung.
Hier möchte ich über die Asymptote der Stammfunktion eine logische Begründung für diesen Sachverhalt liefern.
Wir betrachten die Funktion f(x) = 1/x2 (schwarz). Von dieser Funktion bilden wir eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uneigentliche Integrale sind bestimmte Integrale (Flächeninhalte), die auf einer Seite nicht begrenzt sind und trotzdem einen endlichen Flächeninhalt haben. Die Berechnung dieser uneigentlichen Integrale geschieht über die Grenzwert-Rechnung.</p>
<div>Hier möchte ich über die <em>Asymptote der Stammfunktion</em> eine logische Begründung für diesen Sachverhalt liefern.</p>
<p>Wir betrachten die Funktion f(x) = 1/x<sup>2</sup> (schwarz). Von dieser Funktion bilden wir eine <em>Stammfunktion</em> (rot):</p>
<p style="margin: 0px;" align="left"><img style="max-width: 100%; margin-bottom: 5px;" src="http://jomo.org/edu/grafiken/131.jpg" alt="" /></p>
<p>Wir berechnen den Flächeninhalt (pink) zwischen Funktion f(x) und x-Achse im Intervall [1, 10]. Dieser Flächeninhalt beträgt 0.9 Einheiten. Wählt man jetzt eine größere obere Grenze, wird der Flächeninhalt etwas größer. Wie groß man die obere Grenze des Intervalls auch wählt, der Flächeninhalt wird nie 1 erreichen. Der Wert 1 ist der <em>Grenzwert</em>, weil 1 die kleinstmögliche Zahl ist, durch die der Flächeninhalt begrenzt ist. So ein bestimmtes Integral mit unendlich großer oberer Grenze nennt man <em>uneigentliches Integral</em>, wenn ein Grenzwert existiert.</p>
<p style="margin: 0px;" align="left"><img style="max-width: 100%; margin-bottom: 5px;" src="http://jomo.org/edu/grafiken/132.jpg" alt="" /></p>
<p>Ich bilde die <em>Integralfunktion</em> G(x) (blau), das ist jene Stammfunktion mit dem Funktionsterm <em>F(x) – F(a)</em>. Die Funktionswerte dieser Integralfunktion G(x) geben genau die Größe des Flächeninhalts von a (untere Intervall-Grenze) bis zum jeweiligen x-Wert an.</p>
<p>Als (eine beliebige) Stammfunktion erhalten wir F(x) = -1/x.<br />
In unserem Fall ist dann G(x) = F(x) – F(1) = -1/x – (-1/1),<br />
also <em>G(x) = -1/x + 1</em>.</p>
<p>Wir überprüfen in der Zeichnung:</p>
<ol type="1">
<li>G(1) muss Null sein, weil 1 die untere Grenze ist und von 1 bis 1 noch keine Fläche entsteht. Die Integralfunktion G(x) hat in x = a (hier a=1) eine Nullstelle.</li>
<li>G(x) wächst mit fortschreitendem x zuerst schneller, dann langsamer, weil die Fläche (pink) zuerst größer und dann kleiner ist.</li>
<li>Der Funktionswert G(10) = 0.9, weil der Flächeninhalt zwischen f(x) und x-Achse von [1,10] den Wert 0.9 hat.</li>
</ol>
<p style="margin: 0px;" align="left"><img style="max-width: 100%; margin-bottom: 5px;" src="http://jomo.org/edu/grafiken/133.jpg" alt="" /></p>
<p>Jetzt kommt noch die <em>Asymptote</em> als Erklärungsmodell für die Begrenzung des Flächeninhalts für unendlich große Intervallgrenze b dazu: Die <em>Asymptote der Funktion G(x)</em> ist die zur x-Achse parallele Gerade <em>y = 1</em>. Das kannst du durch Polynom-Division berechnen, das geht aber auch aus der Grafik klar hervor: Die Funktionswerte von G(x) werden nie größer als 1. Und weil die y-Werte von G(x) die Flächeninhalte unter f(x) von 1 weg repräsentieren, sind auch diese nie größer als 1!</p>
<p>Als einfache <em>grafische Überprüfung</em>, ob eine Funktion f(x) ein uneigentliches Integral hat, genügt es zeigen, ob die Stammfunktion eine <em>horizontale Asymptote</em> hat. Die Höhe der Asymptote der Integralfunktion ist dann gleichzeitig der Wert des uneigentlichen Integrals. Uneigentlich heißt das Integral deshalb, weil man im klassischen Sinne <em>eigentlich nicht</em> von einem Flächen<em>inhalt</em> sprechen kann, wenn die Fläche nach einer Seite offen ist.</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Integralrechnung: Begriffe</title>
		<link>http://www.jomo.org/index.php/integralrechnung-begriffe</link>
		<comments>http://www.jomo.org/index.php/integralrechnung-begriffe#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 17:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Integralrechnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Umkehrung der Differentialrechnung


Die Stammfunktion ist eine (beliebige) Funktion F(x) die f(x) als Ableitung hat.
Es gibt zu f(x) unendliche Stammfunktionen, weil die Integrationskonstante C beim Ableiten verschwindet.
Die Menge aller Stammfunktionen ist grafisch eine Kurvenschar und heißt unbestimmtes Integral.
Die exakte Schreibweise für das unbestimmte Integral ist {F(x) + C, C aus R}.

Flächenberechnung

Nicht unbedingt selbstverständlich oder von vornherein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Umkehrung der Differentialrechnung</strong></p>
<div><strong></strong></p>
<ul>
<li>Die Stammfunktion ist eine (beliebige) Funktion F(x) die f(x) als Ableitung hat.</li>
<li>Es gibt zu f(x) unendliche Stammfunktionen, weil die Integrationskonstante C beim Ableiten verschwindet.</li>
<li>Die Menge aller Stammfunktionen ist grafisch eine Kurvenschar und heißt unbestimmtes Integral.</li>
<li>Die exakte Schreibweise für das unbestimmte Integral ist {F(x) + C, C aus R}.</li>
</ul>
<p><strong>Flächenberechnung</strong></p>
<ul>
<li>Nicht unbedingt selbstverständlich oder von vornherein klar ist, dass die Berechnung von Flächen etwas mit der Differentialrechnung bzw. ihrer Umkehrung (Stammfunktion) zu tun hat.</li>
<li>Setzt man in eine Stammfunktion F(x) die beiden Grenzen eines Intervalls [a, b] ein, so erhält man die Fläche zwischen x-Achse und f(x) im Intervall [a, b]:</li>
<li>A[f(x), a, b] = F(b) – F(a), wobei F(x) interessanterweise die Stammfunktion ist!</li>
<li>Daher ergibt sich der Geogebra-Befehl Integral[f,a,b] für die Flächenberechnung.</li>
<li>Den Flächeninhalt nennt man bestimmtes Integral &#8211; obwohl das nicht das „Gegenteil“ vom unbestimmten Integral ist. Aber es ist das Integral in einem bestimmten Bereich.</li>
<li>Flächeninhalte erhalten je nach Lage (oberhalb-, unterhalb der x-Achse) positive bzw. negative Vorzeichen. Das muss man bei der Berechnung von Flächeninhalten berücksichtigen: Zuerst sind die Nullstellen einer Funktion zu berechnen, dann wird jede Teilfläche extra berechnet.</li>
<li>Wenn man die Intervallgrenzen beim Flächenberechnen (un)absichtlich vertauscht, ändert sich das Vorzeichen des Flächeninhalts. Das Vorzeichen kann man mit dem physikalischen Begriff des positiven bzw. negativen Drehsinns beim Berechnen deuten.</li>
<li>Positive und negative Flächeninhalte können auch in Anwendungsgebieten sinnvoll gedeutet werden, etwa als Ergebnis von positiven oder negativen Bankkontobewegungen (pro Tag). Die relative Gesamtfläche (negative Flächen werden negativ gerechnet) gibt dann den Kontostand am Ende der Bewegungen an. In diesem Sinn spricht man beim bestimmten Integral auch vom Änderungs-Effekt.</li>
</ul>
<p><strong>Die symbolische Schreibweise</strong></p>
<ul>
<li>Die symbolische Schreibweise des Integrals kommt von der Idee, beim Berechnen krummer Flächen viele kleine Balken mit Breite &amp;#916;x und Höhe f(xi) zu berechnen. Die Summe dieser Balken nähert sich der Gesamtfläche umso besser, umso kleiner (und mehr) die Balken sind.
<p style="margin: 0px;" align="left"><img style="max-width: 100%; margin-bottom: 5px;" src="http://jomo.org/edu/grafiken/118.jpg" alt="" /></p>
</li>
<li>Diese endlich vielen Balken können unterhalb oder oberhalb der Funktion angelegt werden, man spricht dann von Untersumme und Obersumme. Der Mittelwert zwischen Untersummen und Obersumme gibt den Flächeninhalt noch genauer an (numerisches Näherungsverfahren, numerische Integration).</li>
<li>Bildet man aber unendlich viele unendlich schmale Balken, kann man sie zwar nicht mehr wie üblich addieren, mit Hilfe der Grenzwert-Rechnung kann aber die Fläche berechnet werden.
<p style="margin: 0px;" align="left"><img style="max-width: 100%; margin-bottom: 5px;" src="http://jomo.org/edu/grafiken/119.jpg" alt="" /></p>
</li>
<li>Das stilisierte S verweist auf das Summenzeichen und symbolisiert eine Summe aus unendlichen vielen Teilen, f(x) symbolisiert die Balkenhöhen an jedem x-Wert, dx symbolisiert unendlich kleine Balkenbreiten.</li>
<li>Numerische Integrationsverfahren (Balkensummen, Trapezsummen) sind für jene Funktionen nötig, für deren Stammfunktion es keinen Funktionsterm gibt, oder wenn die Berechnung zu kompliziert ist, oder eine Näherungslösung genügt.</li>
</ul>
</div>
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