Farbenlehre
gedruckt am 04. Feb. 2012
Wie Farben entstehen
Man unterscheidet zwei Arten, wie Farben “entstehen”: durch Materie-Pigmente oder Licht-Projektion. Mischung von Materie-Pigmenten entspricht dem üblichen Malen und Zeichnen. Mehrere Farben mischen sich zu einer dunkleren Farbe. Die Projektion mit Licht mischt drei Grundfarben (die Farbkanäle Rot, Grün, Blau), alle drei Farbkanäle in intensivster Stärke ergeben die “Farbe” Weiß.
Bei der Wahrnehmung von Farben werden Lichtwellen von einer Oberfläche reflektiert. Diese Schwingungen setzen die drei verschiedenen langen Zäpfen unserer Augen in Bewegung. Das Gehirn kombiniert diese Schwingungen und interpretiert sie als Farben. Etwa 10% der Bevölkerung haben Einschränkungen in der Farbwahrnehmung. Daher ist es wichtig, bei der Wahl auch auf entsprechende Helligkeitskontraste zwischen Text- und Hintergrundfarben zu achten.
Zwei Farbsysteme: RGB und HSB
Bei der Arbeit für Lichtprojektion (Beamer, Bildschirm, Internet) unterscheiden wir zwei Farbsysteme. Das RGB-System ist ein technisches System und gibt die Intensitäten der Farbkanäle als Hexadezimalcode an. Leider gibt das RGB-System keine Auskunft darüber, wie Farben zusammenpassen. Das RGB-System kann als Würfel im Raum dargestellt werden: Die 3 Farbkanläse sind die Koordinatenachsen und können jeweils Werte zwischen 0 und 255 (00 bis FF im Hexadezimalcode) annehmen.
Das HSB-System betrachtet den Farbwürfel unter anderen Blickwinkeln. Es ist ein ästhetisches System. Die drei Bestimmungsgrößen sind Farbton (Hue, in °), Sättigung (Saturation, in %) und Helligkeit (Brightness, in %).
Regeln für Farben
- Verwende keine voll gesättigten Farben als Hintergrund!
- Verwende Farben gleicher Sättigung!
- Arbeite farbig statt bunt!

