quartett: ein raum-zeit-spiel
Ich versuche, ein Objekt oder einen Vorgang mit mehreren Augen zu sehen: Vier (Video-)Augen konzentrieren sich auf verschiedene Bereiche des Beobachteten und verschieben ihre Blickrichtung und die Größe ihres Beobachtungsfeldes permanent gegeneinander - es entstehen räumliche Überlappungen verschiedener Ausschnitte, räumlich-asynchrone Wahrnehmung.
Diese vier Augen beobachten auch unterschiedlich schnell, die Differenz bezüglich der Zeit der einzelnen Beobachtungspositionen (Augen) nimmt mit der Beobachtungsdauer zu, es entsteht eine zeitlich-asynchrone Wahrnehmung.
Durch die zeitliche Verschiebung sind mehrere räumlich unterschiedliche Perspektiven bzw. verschiedene zeitliche Ausschnitte des gleichen Raumes gleichzeitig im Bilde. Diese raumzeitlichen Verschiebungen werden zu einem Quartett zusammengefügt und sind miteinander, aber getrennt, wahrnehmbar.
Die raumzeitlich-asynchrone Wahrnehmung wird durch das Zurücktreten der Geschwindigkeit der Wahrnehmung (Videotempo) erleichtert.
quartett ist als Videoarbeit auf Meta-Ebene quasi ein visuelles Instrument: durch den Einsatz strukturell verschiedener Videoclips (Tanz, Bewegung, Tiere, Pflanzen, Wasser, ...) werden völlig unterschiedliche visuelle Strukturen erzeugt.
quartett ist eine visuelle Echtzeit-Komposition und kann in verschiedenen Zusammenhängen und beliebigen Dauern gespielt werden. Das Erzeugen von statischen Ausschnitten (Videoclips) ist ebenfalls möglich.
quartett wurde bereits mehrmals im Zusammenhang mit stars & moon von Ingrid Schiller öffentlich präsentiert.
Videoclips
Videoclips im Quicktime Videoformat: QT- oder WindowsMedia-Player






